Volksbank mit stabilem Ergebnis

15.06.2016

Vertreterversammlung der Volksbank Freiburg billigt Jahresabschluss und wählt Matthias Schwarz neu in den Aufsichtsrat

Der Vorstand der Genossenschaftsbank konnte den Vertretern von einem sehr guten Geschäftsjahr berichten

Die Vertreterversammlung der Volksbank Freiburg, das höchste Organ der 43.165 Mitglieder, billigte am 9. Juni 2016 im Konzerthaus in Freiburg ohne Gegenstimmen den Abschluss des Geschäftsjahres 2015 und folgte dem Vorschlag des Vorstands, wie in den Jahren zuvor, fünf Prozent Dividende auf die Genossenschaftseinlagen auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von den 91 anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus Freiburg, vom Kaiserstuhl und aus dem Schwarzwald ohne Gegenstimme entlastet.


Der Vorstand der Genossenschaftsbank legte den Vertretern das Ergebnis eines „sehr guten Geschäftsjahres“ vor, wie Vorstandssprecher Uwe Barth betonte. Auch in der Niedrigzinsphase ist die Volksbank Freiburg abermals gewachsen und hat bei den Kundeneinlagen um fünf Prozent, sowie im Wertpapierumsatz um sechs Prozent zugelegt. Das betreute Kundenvolumen ist auf 5,35 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis konnte von 28,9 Millionen auf 33,2 Millionen Euro gesteigert werden.

Vom Jahresergebnis gehen 11,6 Millionen Euro in die Steuerkassen, davon 5,5 Millionen Euro als Gewerbesteuern in die Region. Vom Bilanzgewinn in Höhe von vier Millionen Euro wurden 1,57 Millionen in Rücklagen gesteckt, 1,49 Millionen auf Beschluss der Vertreterversammlung zur Ausschüttung an die Mitglieder freigegeben. Dies entspricht wieder einer Dividende von fünf Prozent.

Trotz des guten Jahresergebnisses stelle sich die Volksbank Freiburg aber auf  absehbare Ausfälle im Zinsgeschäft ein, erklärte Vorstandssprecher Uwe Barth. Und hier gelte es Vorkehrungen zu treffen. Dazu gehöre eine höhere Produktivität, eine noch bessere Marktdurchdringung, aber auch die Einsparung von Kosten. Die Volksbank Freiburg hat im letzten Jahr einige wenig genutzte Filialen geschlossen, andererseits aber in den Westarkaden in Freiburg eine moderne neue Filiale mit guter Verkehrsanbindung und neuester technischer Ausstattung eröffnet. „Die Nähe zum Kunden bleibt unser Herzstück, sie muss aber neu definiert werden“, sagte Barth, „wenn immer mehr Geschäfte im Internet abgewickelt werden.“

Der Vorstand informierte über den Stand der Neubauplanungen der Hauptstelle in der Bismarckallee. Nach dem nicht öffentlichen Architektenwettbewerb wird in Kürze auch die Optimierungsphase abgeschlossen sein, so dass das neu erarbeitete Modell dann der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Die Vertreterversammlung beschloss auf Antrag von Vorstand und Aufsichtsrat die nächste Wahl der Vertreter im Jahr 2017 wieder als „Listenwahl“ durchzuführen. Die 2008 eingeführte „Bezirkswahl“ in fünf Wahlbezirken habe die Erwartungen an eine höhere Wahlbeteiligung nicht erfüllt und stelle einen überdurchschnittlichen Aufwand dar, erklärte Vorstandssprecher Uwe Barth. Die Vertreterversammlung beschloss einstimmig die Satzung und die Wahlordnung entsprechend zu verändern. Für die Wahl im Jahr 2017 wurde ein Wahlausschuss bestimmt.

Die Vertreterversammlung wählte den Aufsichtsrat Bernd Raffelhüschen (58), Professor für Finanzwissenschaft, erneut für eine dreijährige Amtszeit wieder. Hans-Peter Koch, Geschäftsführer der Beschläge Koch GmbH kandidierte nach 14 Jahren Amtszeit nicht mehr, er wurde mit großem Dank für sein langjähriges Engagement verabschiedet. Neu in den Aufsichtsrat wurde Rechtsanwalt Matthias Schwarz (57) gewählt. Der gebürtige Gelsenkirchener ist seit 1990 Anwalt in Freiburg mit den Spezialgebieten Steuerrecht und Medizinrecht.