Nachhaltige Geldanlage

03.11.2020

Was bedeutet das für die privaten Finanzen?

Biogemüse auf dem Wochenmarkt, wiederverwertbare Beutel im Supermarkt, faire Schokolade und Jeans: Das Thema Nachhaltigkeit nimmt in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein. Die Anforderungen der Konsumenten an die Verbrauchsgüter sind mittlerweile auch bei der Frage nach einer nachhaltigen Geldanlage angekommen.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Was bedeutet der Begriff?

1987 veröffentlichte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (United Nations Organization, UNO oder UN) den Bericht „Our Common Future“ – unsere gemeinsame Zukunft. Die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland hatte in dieser Kommission den Vorsitz. Heute spricht man deshalb in Kurzform von der Brundtland-Kommission. Der Bericht der Kommission gilt als Beginn der weltweiten Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit wurde dabei definiert als eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und Menschen.“

Ein bedeutendes Zukunftsthema

Oder kurz gesagt: Wir sollten heute so wirtschaften, dass auch die uns nachfolgenden Generationen gut leben können. Nachhaltigkeit ist also ein Zukunftsthema. Umweltaspekte, soziale Fragen, die verantwortungsbewusste Führung von Unternehmen und Staaten – all diese Bereiche spielen dabei eine Rolle. Und in diesem Zusammenhang hat sich Nachhaltigkeit auch als Auswahlkriterium am Kapitalmarkt etabliert.

Anforderungen an eine Geldanlage

Das sogenannte „magische Dreieck“ mit den Anforderungen an eine Geldanlage im klassischen Sinne – Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit – wird mit der Berücksichtigung von nachhaltigen Kriterien um einen weiteren Aspekt – Nachhaltigkeit – ergänzt. Konkret bedeutet das: Nachhaltige Kapitalanlagen berücksichtigen neben ökonomischen auch ethische, soziale und ökologische Faktoren.

 

Welche nachhaltige Geldanlagen gibt es?

Eine Möglichkeit für Anleger, nachhaltig und wirtschaftlich zu investieren, sind Investmentfonds. Die vier Anforderungen an die Geldanlage – Verfügbarkeit, Sicherheit, Rendite und Nachhaltigkeit – werden dabei gemeinsam berücksichtigt. So können die Chancen der internationalen Kapitalmärkte genutzt und das Geld kann zugleich verantwortungsbewusst für Mensch und Umwelt angelegt werden.

Der Artikel wurde ursprünglich am 17. Juni 2020 von der Union Investment Privatfonds GmbH veröffentlicht. Der Beitrag in der Orginalform können Sie hier ansehen.