Investmentfonds – Informationen über die beliebte Anlagemöglichkeit

 

29.09.2020

Jochen Erny, DH-Student, hat sich intensiv mit dem Thema Fonds beschäftigt. Auch in seiner Freizeit setzt er sich mit nachhaltigen Anlagemöglichkeiten auseinander und hat verschiedene Aspekte in diesem Artikel zusammengefasst.

Wie funktioniert ein Investmentfonds?

Eine Gruppe von Investoren investiert einmalig, tranchenweise oder monatlich in einen gemeinsamen Korb – dem Fonds. Dieser Fonds hat die Eigenschaften einer eigenen Kapitalanlagegesellschaft (KAG).

In dieser KAG arbeiten Portfoliomanager zusammen mit Analysten in einem Team. Die Aufgabe der Analysten ist es, Märkte und Branchen zu beobachten und Entscheidungsmöglichkeiten vorzuschlagen, woraus der Portfoliomanager die besten Anlageklassen selektiert.

Die fünf bekanntesten Anlageklassen sind: Immobilien, Aktien, Anleihen, Liquidität und Rohstoffe (zum Beispiel Gold).

Die tatsächliche Auswahl ist abhängig von der Ausrichtung des Fonds. Hierbei gibt es Renten-, Misch-, Aktien-, Immobilien- und Dachfonds.

Wer kann in Investmentfonds anlegen?

Ein Investmentfonds ist ein Anlageprodukt sowie für Privatanleger als auch für institutionelle Anleger.

Welche Möglichkeiten gibt es, am Erfolg der Wirtschaft
zu partizipieren, wenn keine große Anlagesumme
zur Verfügung steht?

Wichtig ist es, den ersten Schritt zu machen auch wenn keine große Summe zur Verfügung steht. Es ist möglich, bereits kleinere Beträge ab 25,- € monatlich mit einem sogenannten Fondssparplan anzusparen. Der Investor erwirbt somit Teilstücke des Fonds. Damit kann der Investor am Erfolg der Wirtschaft teilhaben und das Zeitpunktrisiko wird zusätzlich gesenkt.

Ist es möglich, direkt in eine Anlageklasse zu investieren?

Das ist definitiv möglich. Dies erhöht möglichweise auch die Renditeerwartung. Allerdings steigt mit überdurchschnittlicher Rendite auch überproportional das Risiko. Falls das Investment in einer einzelnen Aktie erfolgt, kann es auch zu einem Totalverlust kommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Wirecard AG, die sich bis zum Jahr 2018 mehrfach verdoppelte und anschließend im Jahr 2020 die Insolvenz anmeldete.

Was wäre passiert, wenn die Investition einen Tag
vor der Corona Krise getätigt worden wäre?

Fondswerte basieren auf der Bewertung der Anlageklassen innerhalb des Fonds. Dabei immer den optimalen Zeitpunkt für eine Investition zu erwischen ist oftmals schwierig. Frei nach Warren Buffet: „Time in the market beats timing the market“. Übersetzt bedeutet dies, dass der Zeitpunkt keine große Rolle spielt, wenn die Anleger einen langen Anlagehorizont verfolgen.

Dabei kommt der Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effect) zum Tragen. Das Ziel einer Kapitalanlage in Fondsprodukte sollte keine kurzfristige Spekulation darstellen. In der Regel sollte ein Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren beabsichtigt werden. Nur so sind höhere Renditen erreichbar.

Was gilt es bei der Investition in Fonds noch zu beachten?

Das Angebot an Investmentfonds ist umfangreich. Es gibt viele verschiedene Fonds und für jeden Anleger das Passende. Bei den vielen Ausrichtungen, spielt das Thema Nachhaltigkeit  eine immer größere Rolle. Für viele Investoren ist es mittlerweile wichtiger, das Thema Nachhaltigkeit miteinzubeziehen, als den Fonds nur unter Renditegesichtspunkten zu betrachten.

Um zu prüfen, ob sich Fonds für die persönliche Geldanlage eignen, ist es sinnvoll ein Beratungsgespräch bei Ihrem Berater der Volksbank Freiburg zu vereinbaren.

Gut zu wissen: Persönliche Beratungsgespräche erfordern nicht immer die Anwesenheit in der Filiale. Mit vob@now bietet Ihnen die Volksbank Freiburg ein zusätzliches digitales Beratungsangebot

 

Jochen Erny

studiert seit 2018 BWL-Finanzdienstleistungen bei der Volksbank Freiburg eG. Davor absolvierte er eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit nachhaltiger Kapitalanlage und geht gerne ins Fitness.