2021: Jahr der Chancen
an den Kapitalmärkten

Eine expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie Fortschritte bei der Pandemiebekämpfung dürften ab dem kommenden Frühjahr zu einem deutlichen Wachstumsschub führen. In diesem Umfeld bieten gerade chancenorientierte Anlagen wie Aktien attraktive Perspektiven, meint die Fondsgesellschaft Union Investment.

Das Winterhalbjahr 2020/2021 bleibt nach Ansicht von Union Investment konjunkturell noch von der Corona-Pandemie belastet. Im kommenden Frühjahr sei jedoch mit einer deutlichen Belebung der Wirtschaft zu rechnen, erwartet die Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Konkret rechnen die Strategen für 2021 mit einem Zuwachs von 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Vereinigten Staaten, die bereits zum Jahresende wieder das Vorkrisenniveau bei der Wirtschaftsleistung erreichen dürften. Mehr Zeit benötige der Euroraum, der erst 2022 die Krisenverluste aufgeholt haben sollte. Für 2021 sieht Union Investment das Wachstum aber immerhin auf 4,2 Prozent klettern. Stark von der Pandemie getroffene Länder wie Italien (5,7 Prozent) und Frankreich (5,4 Prozent) dürften besonders hohe Raten aufweisen. Für Deutschland geht man bei Union Investment von einem Anstieg des BIP von 3,3 Prozent aus. Dabei profitiere der deutsche Exportmotor vom kräftigen Aufschwung in Asien.

Geld- und Fiskalpolitik unterstützt Aufschwung

Unterstützung erwartet die Fondsgesellschaft dabei von einer aktiveren Fiskalpolitik. So sei in den USA nach dem Wechsel im Weißen Haus im Januar 2021 schnell mit einem neuen, umfassenden Konjunkturpaket zu rechnen. Und auch in Deutschland sowie anderen Volkswirtschaften dürfte zur Bekämpfung der Krise eine Abkehr von einer Sparpolitik hin zu höheren Staatsausgaben erfolgen. „Für die Kapitalmärkte ist dies die wichtigste neue Entwicklung in diesem Jahrzehnt“, kommentiert Jörg Jenniges, Bereichsleiter Privatkunden der Volksbank Freiburg.

Zugleich dürfte die äußerst lockere Geldpolitik fortgesetzt werden. Die US-Notenbank Fed habe den Anfang gemacht und erlaube einen stärkeren Fokus auf Wachstumsförderung, indem sie vorübergehend eine über der Zielmarke liegende Inflation toleriere. „Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt denkt man wohl auch in diese Richtung“, so Jenniges. Im Ergebnis dürften die nominalen Zinsen lange niedrig bleiben. Der Bereichsleiter Privatkunden erklärt, was dies für Anleger bedeutet: „Für sichere Anlagen werden die realen Renditen – also die Erträge nach Abzug der Teuerung – negativ bleiben.“

Auf Aktien setzen

„Insofern sollten Kapitalanleger Anlagen mit besseren Ertragschancen – aber auch höheren Risiken – in Betracht ziehen“, erklärt Jenniges. Die genossenschaftliche Fondsgesellschaft hält dabei vor allem Aktien für aussichtsreich. Die Gründe: Die Strategen rechnen mit einem Anstieg der weltweiten Firmengewinne um bis zu 30 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig hielten die niedrigen beziehungsweise negativen Realrenditen die Bewertungen auf einem erhöhten Niveau. Jenniges betont jedoch, dass Anleger bei der Auswahl einzelner Aktien genau hinschauen sollten: „Denn nicht alle Unternehmen werden zu den Gewinnern gehören.“

Investmentfonds könnten daher jetzt eine gute Lösung sein. Hier nehmen die Fondsmanager eine genaue Analyse der Unternehmen vor und entlasten Anleger damit auch von der Frage nach dem richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt. „Anleger sollten sich jedoch bewusst sein, dass neben den Chancen auch Risiken bestehen, etwa das Risiko marktbedingter Kursschwankungen und das Ertragsrisiko“, so Herr Jenniges.

„Zu einem ausgewogenen Depot gehören nach Ansicht unseres Fondspartners weiterhin auch Immobilien“, ergänzt Herr Jenniges. „Und wer in verzinsliche Wertpapiere investieren möchte, dem könnten sich Chancen bei Unternehmensanleihen und Anleihen aus Schwellenländern bieten.“ Wer sich dazu speziell über Investmentfonds oder auch Geldanlagen allgemein informieren wolle, könne gerne ein persönliches Gespräch in der Volksbank Freiburg führen.

 

Wachstumsschub zu erwarten

Die Vereinigten Staaten sind mit der konjunkturellen Erholung früher dran, Europa dürfte jedoch im kommenden Jahr etwas stärker wachsen. Das gilt besonders für die von der Pandemie besonders stark betroffenen Staaten.